DEOXY: Dritter Platz beim Science4Life-Businessplan-Wettbewerb

Das Münchener Gründungsteam konnte mit seinem Businessplan für ein Diagnostik-Unternehmen überzeugen. Die hochsensitive Diagnostik erlaubt die parallele Expressionsanalyse einzelner Zellen und kann zu maßgeschneiderten Therapieansätzen beitragen.

Das Team von DEOXY

Im September 2020 hat das Team DEOXY den dritten Platz beim größten Businessplan-Wettbewerb in Deutschland belegt. Die unabhängige Gründerinitiative Science4Life e.V. richtet einmal im Jahr den Businessplan-Wettbewerb für die Branchen Life Sciences, Chemie und Energie aus. Der Wettbewerb besteht aus drei Phasen: In der Ideenphase geht es um die Beschreibung der Geschäftsidee, in der Konzeptphase soll das Geschäftsmodell dargestellt werden, und in dritten Phase steht dann der vollständige Businessplan an. Die Gründerinitiative unterstützt alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuell bei der Erstellung und Optimierung ihres Businessplans während des Wettbewerbs.

Das Forschungsteam um Johannes Woehrstein und Heinrich Grabmayr vom GO-Bio-Team „DEOXY Technologies“ entwickelt eine Plattformtechnologie, mit der sich die Aktivität von Genen in einzelnen Zellen im Hochdurchsatzverfahren schnell und zuverlässig vermessen lässt. Dafür verwenden sie eigens entwickelte fluoreszierende Nanopartikeln, mit der sie die Anzahl von Boten-RNA-Molekülen (mRNAs) eines bekannten Gens sichtbar machen und zählen können. Die direkte Detektion von bekannten Genen macht das DEOXY-System präzise und hochsensitiv und damit interessant für die klinische Praxis.

Mit ihrer neuen Technologie können die Münchener unter anderem Tumorzellen nach verschiedenen Typen klassifizieren und die jeweils aggressivsten identifizieren. Dies ermöglicht Medizinerinnen und Medizinern, eine personalisierte Tumortherapie für die Betroffenen auszuwählen. Zum Ende der ersten GO-Bio-Förderphase 2021 soll das Messsystem für den Einsatz bei klinischen Kooperationspartnern voll einsatzfähig sein und in einem neu gegründeten Unternehmen bis zur Marktreife weiterentwickelt werden.