Zellkraftwerk weiter auf Wachstumskurs

Biotech-Unternehmen gewinnt zweiten US-Partner hinzu: Nach der Fusion mit Canopy Biosciences folgt die Übernahme von Core Diagnostics.

Pipetten an einem Träger

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Es ist die nunmehr zweite Fusion innerhalb eines Jahres. Erst im Frühjahr 2019 hat die Zellkraftwerk GmbH ihre Übernahme durch Canopy Biosciences bekannt gegeben. Jetzt holen die Partner einen weiteren Player aus der Biotech-Branche mit ins Boot: Mit Core Diagnostics soll vor allem das Kundenspektrum erweitert werden. Die Firma verfügt über eine CLIA-Lizenz in Kalifornien und ist somit berechtigt, klinische Studien abzuwickeln. Das Dienstleistungsspektrum von Core Diagnostics reicht von gezielter Grundlagenforschung bis hin zu zertifizierten Probenanalysen von klinischen Phase-III-Studien. „Dank der Fusion mit Core Diagnostics sprechen wir neben dem präklinischen und translationalen Bereich nun auch vermehrt Kunden aus dem klinischen Bereich an“, sagt Jan Detmers, Geschäftsführer der Zellkraftwerk GmbH.

Zellkraftwerk wurde 2014 als Spin-off der Medizinischen Hochschule Hannover gegründet. Das Biotech-Unternehmen mit Sitz in Leipzig gilt als Vorreiter auf dem Gebiet der Chipzytometrie, einer neuartigen Methode der Biomarker-Analyse. Die Firma entwickelt u.a. intelligente und vernetzte Roboter, die vollautomatische Workflows zur Analytik einer nahezu unbegrenzten Anzahl von Proteinbiomarkern auf und in Zellen und Geweben möglich machen. Derzeit können mehr als hundert Marker pro Zelle gemessen werden.

Innerhalb von sechs Jahren konnte sich das Start-up die Märkte in Europa, USA und Asien erschließen. Zu den Kunden zählen nach eigenen Angaben die größten pharmazeutischen Unternehmen der Welt. Das BMBF hat die Firmengründung von Zellkraftwerk im Rahmen der GO-Bio-Förderung unterstützt.