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Amplifold sichert sich fünf Millionen Euro Seed-Finanzierung

Das Start-up Amplifold hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von fünf Millionen Euro abgeschlossen. Das junge Unternehmen will mit seiner Technologie die Sensitivität von medizinischen Schnelltests steigern und damit kostengünstige Diagnostik auf Laborniveau ermöglichen.

Medizinische Schnelltests wie Schwangerschafts- oder Covid-19-Tests gehören inzwischen zum Alltag. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sich auch von Laien anwenden lassen und kostengünstig in der Produktion sind. Die Grundlage der Tests sind Lateral-Flow-Assays (LFAs). Amplifold hat eine Signalverstärkungsplattform für LFAs entwickelt, die auf sogenanntem DNA-Origami basiert. Die Technologie erhöht die Empfindlichkeit herkömmlicher Schnelltests um bis zu zwei Größenordnungen, ohne deren einfache Handhabung oder Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen. „Lateral-Flow-Tests haben die Diagnostik revolutioniert, aber ihre Sensitivität blieb bisher hinter den Möglichkeiten zentraler Laborsysteme zurück. Unsere DNA-Origami-Signalverstärkung ermöglicht es, kostengünstige Schnelltests auf Instrumentenniveau zu bringen, ohne das bewährte Testformat zu verändern.“ erklärt der Geschäftsführer Dr. Maximilian Urban. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat das Projekt auf dem Weg dorthin im Rahmen der Fördermaßnahme GO-Bio initial von 2020 bis 2023 unterstützt.

Gruppenbild Amplifold
Das Team von Amplifold © Amplifold

Das Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat gerade erfolgreich eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über fünf Millionen Euro abgeschlossen. An der Finanzierung beteiligen sich Matterwave Ventures, XISTA Science Ventures, Bayern Kapital, b2venture und Becker Ventures (Labor Becker Group). Das junge Unternehmen will die Mittel nutzen, um die Produktentwicklung auszubauen, die Zulassung als In-vitro-Diagnostikprodukt in Europa voranzutreiben sowie die Vermarktung des Produkts anzugehen. Zudem wird Amplifold seinen Sitz in das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) in Martinsried verlegen, um von der Infrastruktur und der Nähe zu akademischen und klinischen Partnern zu profitieren.