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Verovaccines erhält EU-Zulassung für neuartigen Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern

Die aus einem GO-Bio-Projekt hervorgegangene Verovaccines GmbH hat für ihren Impfstoff VeroBlue-3 eine EU-weite Marktzulassung erhalten. Gleichzeitig schloss das Unternehmen eine erste Lizenzvereinbarung mit einem internationalen Tiergesundheitsunternehmen. Die Zulassung bestätigt die Praxistauglichkeit der zugrundeliegenden Impfstoffplattform und markiert einen wichtigen Schritt für die Bekämpfung von Tierseuchen wie der Blauzungenkrankheit.

VeroBlue
© © Stéphane LEITENBERGER – stock.adobe.com

Von der GO-Bio-Förderung zur Marktzulassung

Die Blauzungenkrankheit ist eine virale Infektionskrankheit von Wiederkäuern wie Schafen, Rindern und Ziegen. Ausbrüche können erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Landwirtschaft verursachen. Wirksame und schnell verfügbare Impfstoffe spielen daher eine zentrale Rolle bei der Eindämmung der Erkrankung.

VeroBlue-3 ist das erste Produkt, das auf der von Verovaccines entwickelten Impfstoffplattform basiert und eine regulatorische Zulassung erhalten hat. Für das Unternehmen bedeutet dies den Nachweis, dass die Technologie nicht nur im Labor funktioniert, sondern auch die hohen Anforderungen europäischer Zulassungsbehörden erfüllt.

Neue Impfstoffplattform für Tiergesundheit

Die Technologie von Verovaccines wurde entwickelt, um Impfstoffe schneller und kostengünstiger herstellen zu können. Zu den Vorteilen zählen eine gute Lagerstabilität, eine wirtschaftliche Produktion sowie die Möglichkeit, verschiedene Impfstoffe flexibel miteinander zu kombinieren. Dadurch eignet sich die Plattform besonders für die Bekämpfung von Krankheitserregern, die sich rasch verändern oder neu auftreten.

Erste Industriepartnerschaft beschleunigt Markteinführung

Parallel zur Zulassung hat Verovaccines eine erste Lizenzvereinbarung mit einem internationalen Unternehmen aus der Tiergesundheitsbranche geschlossen. Der Partner übernimmt Herstellung und Vermarktung des Impfstoffs in Europa. Für Verovaccines ist die Vereinbarung ein wichtiger Schritt auf dem Weg vom Technologieentwickler zum etablierten Anbieter innovativer Impfstoffe. Gleichzeitig bestätigt die Kooperation das Interesse der Industrie an der zugrundeliegenden Plattformtechnologie. Dies schafft die Grundlage für die Entwicklung weiterer Impfstoffe gegen wirtschaftlich bedeutsame Tierkrankheiten. Das Unternehmen führt nach eigenen Angaben bereits Gespräche über weitere strategische Partnerschaften, um zusätzliche Impfstoffkandidaten und Kombinationsprodukte voranzubringen.

Erfolgreicher Technologietransfer aus der Forschung

Die Wurzeln von Verovaccines liegen in einem GO-Bio-geförderten Projekt zur Entwicklung neuartiger Impfstofftechnologien für Tierseuchen. Die nun erreichte EU-Zulassung zeigt beispielhaft, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen marktfähige Produkte entstehen können.

Die Wurzeln von Verovaccines liegen in einem GO-Bio-geförderten Projekt (2013 – 2021 mit 6,4 Mio. Euro ) zur Entwicklung neuartiger Impfstofftechnologien für Tierseuchen.

Ehemalige BMFTR Förderung

GO-Bio Phase I

Zuwendungsempfänger: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Förderungsdauer: 01.06.2013 bis 31.03.2018
Zuwendung: 3.313.553 Euro

GO-Bio Phase II

Zuwendungsempfänger: VEROVACCiNES GmbH
Förderungsdauer: 01.04.2018 bis 31.12.2021
Zuwendung: 3.086.826 Euro