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EpiTher2: Neue Ansatzpunkte gegen therapieresistente Epilepsie : Datum:

Rund ein Drittel aller Epilepsiepatientinnen und -patienten spricht nicht ausreichend auf verfügbare Medikamente an. Das GO-Bio initial-Projekt EpiTher2 nutzt die Entdeckung eines bislang unbekannten Resistenzmechanismus, um neue Therapieansätze für diese Patientengruppe zu entwickeln.

EpiTher Projektleiter
Die Leiter des Epither Projekts Dr. Kunihiko Araki und Prof. Dr. H. Beck entwickeln in ihrem Projekt neueTherapie möglichkeiten für therapierefraktäre Epilepsien © Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Warum bestehende Therapien an ihre Grenzen stoßen

Weltweit leben mehr als 50 Millionen Menschen mit Epilepsie. Obwohl zahlreiche Medikamente zur Verfügung stehen, lassen sich die Anfälle bei etwa 30 Prozent der Betroffenen nicht ausreichend kontrollieren. Diese pharmakoresistente Form der Erkrankung stellt eine große Herausforderung für die medizinische Versorgung dar. Trotz vieler neuer Wirkstoffe hat sich dieser Anteil in den vergangenen Jahren kaum verändert. Ein wesentlicher Grund dafür ist das bislang unzureichende Verständnis der biologischen Ursachen von Medikamentenresistenzen.

Im Projekt EpiTher2 baut das Forschungsteam auf einer grundlegenden wissenschaftlichen Entdeckung auf. Erstmals konnte ein zellulärer Mechanismus identifiziert werden, der erklärt, warum bestimmte Epilepsiemedikamente ihre Wirkung verlieren. Betroffen sind Wirkstoffe, die auf Natriumkanäle abzielen und zu den wichtigsten Therapieoptionen bei Epilepsie gehören.

Die Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten, die Ursachen der Pharmakoresistenz gezielt zu adressieren. Damit entsteht eine wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die bestehende Resistenzmechanismen überwinden könnten.

Von der Entdeckung zu neuen Therapieansätzen

Im Rahmen von GO-Bio initial sollen die Forschungsergebnisse nun weiterentwickelt und für eine spätere Anwendung vorbereitet werden. Ziel ist es, neue Substanzen zu identifizieren und zu validieren, die auf den neu entdeckten Mechanismus abzielen.

Langfristig könnte daraus ein neuer Therapieansatz für Patientinnen und Patienten entstehen, deren Erkrankung bislang nicht ausreichend behandelbar ist. Gleichzeitig schafft das Projekt die Grundlage für die wirtschaftliche Verwertung der Forschungsergebnisse und deren Überführung in die weitere Arzneimittelentwicklung.

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