proP: Gewebespezifische Proprotein-basierte Therapieansätze für Typ-2-Diabetes und Fettlebererkrankungen : Datum:
Das GO-Bio initial-Projekt proP entwickelt neuartige Proproteine als duale Agonisten und Antagonisten zur gewebespezifischen Steuerung zentraler Stoffwechselprozesse. Ziel ist eine neue Therapieplattform für Typ-2-Diabetes und damit assoziierte Stoffwechselerkrankungen.
Hoher Bedarf an neuen metabolischen Therapien
Typ-2-Diabetes und Adipositas zählen weltweit zu den häufigsten chronischen Stoffwechselerkrankungen. Mehr als 500 Millionen Erwachsene sind betroffen. Die Erkrankungen führen zu erheblichen gesundheitlichen Komplikationen und verursachen gleichzeitig hohe volkswirtschaftliche Kosten. In Europa werden diese auf über 160 Milliarden Euro jährlich geschätzt.
Ein zentrales Problem stellt die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (MASLD) dar, die etwa 70 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes betrifft. Trotz der hohen klinischen Relevanz existieren bislang wenige zugelassene medikamentöse Therapien in Europa.
Gewebespezifische Steuerung durch neuartige Proproteine
Das Projekt proP verfolgt einen neuartigen therapeutischen Ansatz auf Basis synthetischer Proproteine. Diese werden so konzipiert, dass sie als duale Agonisten und Antagonisten wirken können und dadurch gewebespezifisch unterschiedliche Signalwege modulieren.
Ziel ist es, zentrale Stoffwechselprozesse differenziert zu beeinflussen, um sowohl die Blutzuckerregulation als auch die Leberfunktion gezielt zu verbessern. Im Vergleich zu klassischen systemischen Therapien eröffnet dieser Ansatz die Möglichkeit einer präziseren, zelltypspezifischen Intervention.
Die Entwicklung baut auf einer erfolgreichen Sondierungsphase auf, in der bereits geistiges Eigentum gesichert wurde und Interesse aus der pharmazeutischen Industrie bestand.
Von der molekularen Entwicklung zur therapeutischen Validierung
Im Rahmen der GO-Bio initial Machbarkeitsphase liegt der Fokus auf der Optimierung der Darreichungsform sowie auf experimentellen Studien zum Nachweis der prinzipiellen Wirksamkeit (Proof-of-Principle). Parallel wird die Plattformtechnologie weiterentwickelt, um zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in weiteren Stoffwechsel- und potenziell onkologischen Erkrankungen zu erschließen.
Langfristig soll aus dem Ansatz eine skalierbare therapeutische Plattform entstehen, die über die Behandlung von Typ-2-Diabetes hinaus Anwendung finden kann und neue Optionen für metabolische Erkrankungen eröffnet.
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